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TOURISMUSBÜRO DER METROPOLREGION NICE CÔTE D'AZUR

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Joëlle hat das Atelier de Cuisine Niçoise in der Altstadt von Nizza getestet

Direktionsassistentin Marketing und Kommunikation im Tourismusbüro der Metropolregion Nizza Côte d’Azur

Dezember 2019


 

Das Atelier de Cuisine Niçoise

 

 

In diesem Monat hat in der Altstadt von Nizza in unmittelbarer Nähe des Cours Saleya im Erdgeschoss des ehemaligen Senats, der heute das Zentrum für das Kulturerbe Nizzas beherbergt, das Atelier de Cuisine Niçoise eröffnet, eine auf einheimische Küche spezialisierte Kochschule.

Das Atelier de Cuisine Niçoise ist ein Kursraum mit 12 voll ausgestatteten Arbeitsplätzen. Kleine und große Kochtöpfe, Spitzsiebe, Messer, Teller, Salatschüsseln, Schalen, Tabletts, Ausstechformen – alles griffbereit und gemäß den Standards einer Profiküche, also aus Edelstahl, ebenso wie die Arbeitsflächen, die Schränke und das Spülbecken. Küchenroboter, Induktionskochfelder und Herde mit Dampfgarer vervollständigen die Küchenausstattung.

Leiter dieses Ateliers ist Franck Bermond. Der Küchenchef eines Restaurants mit Spezialitäten aus Nizza war Kochlehrer an der Paul-Augier-Hotelfachschule und dann am Weiterbildungszentrum Greta in Nizza. Er war Vorsitzender des Cercle de la Capelina d’Or und ist Mitglied des Vereins der Schüler von Auguste Escoffier, des Vorstands der Zertifizierung „Cuisine Nissarde“ (eines vom Tourismusbüro der Metropolregion Nizza Côte d’Azur verwalteten Qualitätslabels) und auch des Projekts der Aufnahme der Küche Nizzas in das immaterielle Kulturerbe der Unesco. Kurz und gut, Franck Bermond ist nicht zufällig hier, und man kann sich glücklich schätzen, bei ihm einen Kochkurs zu belegen. Zumal Frank sofort eine lockere Atmosphäre vermitteln kann. Hier fühlt man sich wie zu Hause unter Freunden.

Also, Herr Küchenchef, was machen wir heute zum Mittagessen? Da Franck gerne im Rhythmus der Jahreszeiten und der lokalen – natürlich biologischen – Produkte kocht, werden wir ein Kürbisgratin und Barbajuans zubereiten. Nun, wenn Sie nicht aus der Region stammen, kann es sein, dass Ihnen der Begriff Barbajuan nicht viel sagt. Hier also eine kleine Erklärung: Barbajuans sind große, mit Mangold, Parmesan und Reis gefüllte Ravioli, die als Vorspeise gegessen werden. Sie werden normalerweise frittiert, können aber auch gebacken werden. Barbajuans lassen sich auch mit rotem Kürbis (idealerweise der Sorte „Longue de Nice“) oder gekochtem Fleisch zubereiten. Wir werden heute mit Kürbis arbeiten.

 

Es ist 9:30 Uhr. Wir ziehen unsere Schürze an und postieren uns paarweise vor jeder Kochinsel, wo uns ein Tablett mit dem geschälten Gemüse und kleinen Schalen mit den bereits abgewogenen Zutaten erwartet.

Angeleitet von den einfachen und prägnanten Erläuterungen des Küchenchefs durchlaufen wir die einzelnen Etappen der Zubereitung dieser beiden Gerichte. Dank einer kleinen Kamera können wir überall im Raum seine Handbewegungen auf einer Leinwand mitverfolgen. Der Kurs ist sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet (allerdings dürfen Kinder unter 16 Jahren wegen der Verwendung von Messern und Kochplatten nicht teilnehmen). Allen heutigen Teilnehmern gelingen die Gerichte problemlos. Wenn uns bei der Zubereitung etwas unklar ist, hilft uns Franck gerne weiter.

Hier werden alle unsere Sinne geweckt. Wir kneten den Teig, schneiden Petersilie und Zwiebeln (ich weine ein wenig), mischen die Zutaten und rein damit in die Pfanne. Das Öl knistert, als es heiß ist. Wir probieren unsere Kreationen, um gegebenenfalls nachzuwürzen. Leckere Gerüche ziehen bereits durch den Raum, und die Farben des Kürbisses und der Petersilie sind ein Augenschmaus.

Dann gehen wir zur Spüle, um unsere Utensilien abzuwaschen, und reinigen unsere Arbeitsfläche, die dann wieder wie neu aussieht.

Drei Stunden (die im Handumdrehen vergangen sind) haben wir gelacht, zugehört und gearbeitet, während uns das Wasser im Mund zusammenlief.

Es ist 12:30 Uhr. Zeit, nach Hause zu gehen, doch die meisten Teilnehmer äußern bereits, dass sie einen weiteren Kurs machen möchten. Es gibt noch so viele Rezepte aus Nizza zum Ausprobieren.

Unser Kürbisgratin ist fertig. Franck gibt uns einen Deckel für unsere Schale und eine Papiertüte, damit wir unser Werk mit nach Hause nehmen können. Die Barbajuans werden ebenfalls aus dem Ofen geholt. Wir packen alles ein im Bewusstsein, dass es bestimmt ganz toll schmecken wird, weil wir es ja selbst gemacht haben! Franck steckt noch die Rezepte in unsere Tüten, damit wir sie auch zu Hause zubereiten können.

Wer möchte, kann seine Gerichte vor Ort probieren. Zu diesem Zweck steht ein hübsches kleines Esszimmer zur Verfügung. Das Besteck ist auf einem schönen Holztisch vorbereitet. Hübsche Designer-Tischsets und durchsichtige rote Stühle laden uns zum Verweilen ein. Schade, heute haben wir schon etwas anderes vor, aber wir kommen sicher wieder!

Socca, Panisses, Schmorbraten, Gnocchi, Zitronenkuchen oder Schmalzgebäck ... Ich überlege es mir bereits!

 

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Praktische Infos, Termine und Preise (mehrere Angebote):

www.lateliercuisinenicoise.fr