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Isabelle das Musée Masséna getestet

Juli 2019

 


 

Im Musée Massena bieten sich uns mehrere Erlebnisse unter einem Dach.

 

Das Museum ist sowohl von der Meeres- als auch der Stadtseite zugänglich. Sie werden allerdings sofort feststellen, dass die Stadtseite die noble Seite war und sich dort der Eingang zu dieser neoklassischen Villa vom Anfang des 20. Jahrhunderts befindet.

 

Im Pavillon auf der Stadtseite sind auch der Empfang und die Kasse, weshalb daran ohnehin kein Weg vorbeiführt.

 

Werfen Sie bei der Gelegenheit auch einen Blick nebenan in den Museumsladen mit seinen sehr schönen Geschenkideen.

 

Bereits am Eingang ergreift einen das Gefühl, ins 19. Jahrhundert versetzt worden zu sein. Der Empire-Stil beherrscht die Räumlichkeiten und setzt den Ort mit der Geschichte des illustren Ahnherrn Marschall Massena in Verbindung, der von Napoleon höchstpersönlich „des Sieges liebstes Kind“ genannt wurde.

 

Das Erdgeschoss mit den Salons, dem Speisezimmer und den Porträts der Familien Massena und Bonaparte hat sich seinen Charme von früher bewahrt. Es ist ein atemberaubendes Gefühl, in diesem Palast umherzuschlendern, und man rechnet förmlich damit, sich in einem der zahlreichen Spiegel im Reifrock oder im Frack zu sehen. Die Täfelungen aus dem Castel Govone sind einfach prächtig und die Pendeluhren und Leuchter wahre Kunstwerke.

 

An der Wand der Treppe, die in den ersten Stock führt, ist die Familie Massena komplett versammelt.

Wenn wir die Bilder genauer betrachten, sehen wir im Vordergrund die Lebenden der damaligen Zeit und hinter den Säulen die Verstorbenen. Rücksichtsvolle Zuvorkommenheit

 

Im ersten Stock befindet sich die Dauerausstellung des Museums, die die Geschichte Nizzas vom Ende des 18. Jahrhunderts bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts nachzeichnet.

Im ersten Raum wird Massena gewürdigt, dann folgt der Teil, der sich Kaiserin Joséphine de Beauharnais widmet, die zahlreiche Pflanzenarten nach Frankreich eingeführt hatte. Viele dieser Pflanzen gewöhnten sich in Nizza an das europäische Klima. Ein umfangreicher Briefwechsel zwischen ihr und dem ersten Präfekten des Departements Alpes Maritimes Dubouchage gibt deren Geschichte wieder, weshalb wir sein Porträt gegenüber dem Gemälde der Kaiserin sehen. Hier sind auch seltene Zeugnisse ausgestellt, wie ihr Diadem aus Perlmutt, Gold, Perlen und farbigen Steinen – ein Geschenk von Murat – oder die erste Totenmaske von Kaiser Napoleon I.

 

Der riesige Flur im Anschluss erinnert an das Haus Savoyen, das die Geschicke Nizzas von 1388 bis 1860 gelenkt hatte, mit einer kurzen Unterbrechung während der französischen Revolution und dem Kaiserreich, als die Stadt französisch wurde. Seine Herrschaft endete schließlich mit dem Anschluss der Grafschaft Nizza an Frankreich in der Zeit Garibaldis und Napoleons III.

 

In den vom Flur abgehenden Sälen stellen schön bearbeitete und sehr instruktive Themen die Stadt Nizza mit allen ihren Facetten vor: ihre Kulturgeschichte, ihre Stadtentwicklung, ihre Bevölkerung, ihre Berufe und ihr Kunsthandwerk, insbesondere die Marketerie. Diese Themen werden durch die Werke der Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts und insbesondere der Werke von Joseph Fricero, Antoine Trachel oder Alexis Mossa, großartig illustriert. Es folgt der Aufschwung des Wintertourismus mit Aufenthalten von Königshäusern, Künstlern und wohlhabenden Bürgern aus ganz Europa. Nizza entfaltet sich zu einer Stadt des Tourismus, die sich rund um dieses neue Konzept entwickelt und ausdehnt. Königin Victoria wird Nachbarin der Kaiserfamilie und der Adeligen der Grafschaft Nizza.

 

Während wir diese Räume durchstreifen, wird diese politische Geschichte offensichtlich, die als die Spuren einer Stadt für Aufsehen sorgte, welche sich als Hauptstadt der feinen Lebensart und der Sommerfrische eingesetzt hatte.

 

Aber gehen wir weiter ... Der zweite Stock beherbergt die Sonderausstellungen. Sie sind immer hochinteressant und ästhetisch und aussagekräftig in Szene gesetzt.

 

Zum Abschluss des Besuchs ein kleiner Rundgang durch den herrlichen Garten, der sogar noch älter ist als die eigentliche Villa.

Ich gehe gern dorthin und lasse mir möglichst viel Zeit dabei.

 

Gute Ideen:

 

Wenn Sie nur die städtischen Museen besuchen, nehmen Sie den „Pass Musées“.

 

Wenn Sie länger bleiben und die Stadt besichtigen, ist der French Riviera Pass für 24, 48 oder 72 Stunden die beste Wahl – frenchrivierapass.com

 

Preis: Führung: Nach Vereinbarung

Einzelpersonen: 6 € Normaltarif.

Gruppen ab 16 Personen (Erwachsene): 82 €

Museumsladen, Park, Parkmöglichkeiten in der Nähe.

Tel.: 04 93 91 19 10

 

http://www.nice.fr/fr/culture/musees-et-galeries/preparer-ma-visite